Als Frau G. zur St. Elisabeth‑Stiftung kam, lag eine schwere Zeit hinter ihr. Die Trennung vom Partner hatte ihr Leben aus der Bahn geworfen, vieles war plötzlich unsicher geworden. Mit einem kleinen Kind an der Hand wusste sie nicht, wo sie die nächste Nacht verbringen würde. In dieser Situation suchte sie Hilfe. Und fand sie.
Im Mutter‑Kind‑Haus der St. Elisabeth‑Stiftung bekam Frau G. zunächst das, was ihr am dringendsten fehlte: einen sicheren Ort. Ein Zuhause, in dem sie zur Ruhe kommen durfte. Nach und nach fand sie neue Hoffnung und Zuversicht durch Begegnungen mit anderen Müttern, Gespräche in unserer Beratungsstelle und persönliche Begleitung durch unsere Mitarbeiter:innen. Schritt für Schritt gewann sie Stabilität und sozialen Anschluss.
Doch der wichtigste Wendepunkt für Frau G., war die Möglichkeit einer Anstellung in Mamas Café. Anfangs war Frau G. sich unsicher: „Schaffe ich das wirklich?“. Doch sie fasste all ihren Mut zusammen – aus Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Foto:© St. Elisabeth Stiftung/Mama's Cafe
Heute blickt Frau G. anders nach vorne als noch vor einiger Zeit. Der Weg war nicht einfach, und er ist es auch jetzt nicht immer. Doch sie steht wieder auf eigenen Beinen. In Mamas Café konnte sie wichtige Berufserfahrung sammeln, ihr Selbstbewusstsein wuchs stetig mit jedem Arbeitstag und auch ihre Sprachfähigkeiten haben sich enorm verbessert. Nach nur einem Jahr erreichte Frau G. das Sprachniveau B1. Vor allem hat sie aber den Einstieg ins Arbeitsleben geschafft. Sie hat eine sichere Arbeitsstelle, mit der sie ihre Tochter selbstständig versorgen kann. Die Fähigkeiten, die sie in Mamas Café erlernen konnte, haben sie auf diesem Weg maßgeblich unterstützt.
Diese Fortschritte unserer Mamas sind möglich, weil das Mamas Café ein Ort der Begegnung ist: Hier geht es nicht um Tempo oder Perfektion, sondern um Menschen. Es geht darum, alleinerziehenden Müttern in einer schwierigen Lebensphase neue Perspektiven zu eröffnen. Für Frau G. wurde das Café zu einem Raum, in dem sie sich stabilisieren konnte – beruflich wie persönlich.
Ihre Geschichte zeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung erfahren, die nicht nur kurzfristig hilft, sondern langfristig stärkt. Orte wie das Mamas Café und Angebote der Arbeitsintegration geben Raum für Entwicklung, Würde und neue Perspektiven.
Für Frau G. bedeutete dieser Weg vor allem eines: neue Hoffnung. Und die Zuversicht, ihrem Kind zeigen zu können, dass selbst nach sehr schweren Zeiten ein Neuanfang möglich ist.
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